Über mich

Herzlich Willkommen auf meinem Online-Magazin „Dansports.de“

Avatar Daniel Gegner Über Mich

Hallo, ich heiße Daniel und bin der Gründer von Dansports.de – deinem Sport- & Gesundheitsmagazin.

Wenn dich interessiert, was für ein Typ ich bin, dann könnten die kommenden Zeilen für dich interessant sein. Ansonsten kannst Du dich auch einfach per unten stehenden Beitragsverzeichnis zu den gewünschten Punkten navigieren…

Also dann, legen wir mal los.

Ganz einfach betrachtet, bin ich auch nur ein Mensch, der, wie jeder Andere, etwa aus 70% Wasser besteht mit verschiedenen Persönlichkeiten, Gefühlen und Glaubenssätzen. Ich selbst würde mich – vorsichtig formuliert – als „etwas von der Norm abweichend“ bezeichnen, ferner es überhaupt einen „Normmenschen“ gibt. Im Detail betrachtet, ist das Ganze ein klein wenig komplexer und um zu erfahren, was ich damit meine, sollten wir mal einen kleinen Streifzug durch mein Leben wagen…

Meine Story

Kindheit und Grundschulzeit

1989 wuchs ich auf in dem schönen Saalfeld in Thüringen. Sonderlich viel weiß ich allerdings nicht mehr von meiner Kindheit, doch habe ich sie als weitestgehend angenehm und familiär empfunden. Auseinandersetzungen und kleine Rangeleien mit Familie und Freunden sind meist unausweichlich und gehören wahrscheinlich zu jeder „normalen“ Kindheit dazu, wie das Anfassen der Herdplatte. Dennoch merkte ich schnell, dass ich mir oftmals mehr Gedanken und Sorgen als die Anderen machte. Ich nahm mich selbst ängstlicher und sensibler war, wenn ich mich so zurück erinnere. Im Vergleich zu meinen Cousins oder benachbarten Freunden war ich wahrscheinlich ein richtiges „Weichei und ein Angsthase“. Ich versuchte natürlich „jeden Blödsinn“ mitzumachen um nicht als Feigling dazu stehen, doch hatte auch oft Zweifel, ob die kindlichen Streiche jetzt richtig sind oder zumindest oftmals ein mulmiges Bauchgefühl. Auch, wenn es auf Schulhöfen zu Rangeleien kam, war dies eher etwas, von dem ich mich distanzieren wollte, da ich Gewalt nicht ausstehen konnte. Empfänglich wie ich war, versuchte ich also, meine Kindheit und Grundschulzeit mit so wenig wie möglich, für mich unangenehmen Konfrontationen zu „überleben“. Zu diesem Zeitpunkt war mir natürlich die Funktionsweise der menschlichen Psyche als auch die Bedeutung von Angst und Flucht absolut nicht geläufig. Doch dazu später noch mehr…

Schulzeit

Zurück zu meiner Schulzeit: Nach der allgemeinen Grundschule, besuchte ich ein Gymnasium mit allgemeiner Hochschulreife. Soweit habe ich mich – mehr oder weniger gut – durch die Schulzeit geschlagen und auch hier bemerkt, dass Prüfungen, Vorträge und laut vorlesen immer eine gewisse Unsicherheit und Unruhe in mir auslösten. Zu meiner mündlichen Abiturprüfung in Geschichte hatte ich schließlich ein völliges Blackout und wusste zu dem Zeitpunkt absolut gar nichts mehr. Möglicherweise lag es auch daran, dass die Prüfung in den Sommermonaten stattgefunden hatte und ich der Meinung war, eher das schöne Wetter zu nutzen, anstatt unendlich viele Seiten auswendig zu lernen, die längst vergangen waren. An dieser Stelle möchte ich der Historie zwar nicht meinen Respekt absprechen, doch irgendwie war es nicht ganz mein Lieblingsfach und fühlte sich sehr trocken an. Die Vergangenheit sind eigentlich nur Erinnerungen und Überlieferungen an einen abgeschlossenen Zeitabschnitt. Mittlerweile ist es für mich umso wichtiger geworden im „Hier und Jetzt“ zu leben. Wahrscheinlich ist dir dieser Ausspruch schon irgendwo mal begegnet oder Du hast ihn irgendwo gehört. Falls nicht, ist das nicht schlimm, in meinen Beiträgen über Achtsamkeit und Entspannung werde ich da noch einmal genauer darauf eingehen.

Zurück zu meiner Schulzeit: Allgemein hatte ich eine eher „eigenwillige Meinung“ gegenüber den damaligen Lehrplaninhalten. In der Oberstufe wurde mir zwar beigebracht, wie man die tollsten Kurven, Parabeln und Vektoren mit dem Taschenrechner berechnet aber zu einem einfachen Dreisatz oder Prozentrechnung war ich nicht in der Lage. Zu diesem Zeitpunkt interessierte ich mich mehr für praxisnahe Dinge wie Mopeds, Skateboards, Mechanik, Computertechnik, Kraftsport und Volleyball. Die Dinge in der Schule haben mich wahrscheinlich nicht so interessiert, nicht weil ich zu dumm war, sondern weil ich einfach noch zu jung war. Das einzige Fach wo ich eine durchweg gute bis sehr gute Leistung erzielt habe, war – 3 mal dürft ihr raten – SPORT!

Irgendwie habe ich das Abitur also gerade so bestanden, mit einem eher mittelmäßigen Durchschnitt. Das spielte zu dem Zeitpunkt auch eher eine nebensächliche Rolle, da ich unbedingt einen praktischen Beruf erlernen wollte und nie wirklich an das Studieren gedacht habe. Jeder, der auf die Schulzeit zurückblickt, erinnert sich daran, dass die Schulstunden einem immer wie eine Ewigkeit vorkamen und die Ferienzeit viel zu schnell herumging. Oftmals fand ich meinen Schulranzen am Ende der Ferien noch so vor, wie ich ihm am letzten Schultag hinterlassen habe. Meine Brotbüchse musste meistens erneuert werden, weil sich das Essen darin einen Pelzmantel angezogen hatte. 🙂 Mit jedem Jahr, was ich an Erfahrung gewann, begriff ich, dass die Schulzeit, zurückblickend, eine sehr schöne Zeit war. In einem relativ normal situierten Umfeld lebt man ja oftmals bei den Eltern zum Nulltarif, der Kühlschrank ist gefüllt mit allen Leckereien und Wörter wie „Steuererklärung“ oder „Nebenkosten“ sind absolute Fremdbegriffe.

Während der Schulzeit war mein größter Wunsch, so schnell wie möglich Arbeiten zu können um Geld zu verdienen. Ist man einmal auf Arbeit (es sei denn Alles ist zu unserer vollsten Zufriedenheit und Hand aufs Herz, bei wem ist das schon der Fall?) wünscht man sich oftmals die unbeschwerte Schulzeit zurück. Diese Einsicht gewinnt man aber oftmals erst hinterher, für manche Menschen kann es auch völlig umgekehrt sein. Diese fühlen sich im Arbeiterleben viel wohler als in der Schulzeit – ich denke aber, das ist nicht unbedingt der Regelfall. 6 Wochen Sommerferien sind absoluter Luxus, den man erst zu schätzen weiß, wenn man sich 25 Tage oder weniger Urlaub über das Jahr einteilen muss.

Ich bestand mein Abitur gerade so, konnte mich aber jetzt anfangen zu bewerben um meine ersten Brötchen zu verdienen. Das war ja mein Fahrplan für nach der Schule.

Die erste Ausbildung

Ich wollte also den Traum vom „Goldenen Handwerk“ leben, Geld verdienen und etwas mit meinen eigenen Händen schaffen. So begann ich schließlich eine Ausbildung als Nutzfahrzeugmechatroniker, welcher sich für mich als ziemlicher Flopp entpuppte. Nicht wegen der Tätigkeit an sich oder das ich jeden Tag wie ein alter Bagger nach Öl gerochen habe. Es war ein soziales Umfeld, in welchem ich mich einfach nicht wohlfühlen konnte. Gerade als junger Bub‘ hat man ja gewisse Ambitionen und Vorstellungen, Ideen und Wünsche, welche sich irgendwie überhaupt nicht mit dem vereinen ließen, was ich dort vorfand. Dazu kam noch erschwerend, dass, nachdem ich 12 Jahre Schule absolviert habe, mit Abiturabschluss, ich mich in einem Berufsschulsystem wiederfand, in welchem in mehrstündigen Unterrichtskomplexen irgendwie immer und immer wieder nur das Selbe gelehrt wurde. Nicht, dass es nicht wichtig wäre die Inhalte solange zu wiederholen, bis sie auch der Letzte verstanden hat, aber irgendwie wollte ich einfach etwas Neues lernen. In einem halben Jahr Berufsschule wusste ich dann zwar perfekt wie eine „Parklichtautomatik“ funktioniert – aber das war so, als ob man einem Erwachsenen Menschen versucht, in einem mehrwöchigen Kochkurs beizubringen, wie man eine 5-Minuten Terrine kocht. 😉 Bitte nicht falsch verstehen oder als „von oben herab“, aber ich war in den überwiegendsten Teilen dieser Schulzeit stark unterfordert und einfach gelangweilt von diesem teilweise enormen Stumpfsinn und Dreisatz- oder Prozentrechnung hat mir immer noch keiner beigebracht ;-). Da ja Schule sowieso nicht zu meinen Stärken zählte und dort noch mehr die Monotonie gefördert wurde, war es Zeit darüber nachzudenken, ob es das ist, was ich wirklich will. Irgendwie hatte ich das Gefühl, hier kann ich nur sehr begrenztes Erlernen und ein ungutes Gefühl ob es das Richtige für mich ist. Es waren also einige Faktoren die scheinbar für mich nicht passend waren oder so gar nicht das, was ich mir eigentlich vorstellte. So beschloss ich, nach Ausschöpfung meines maximal möglichen Durchhaltevermögens (da ich Niemand bin, der voreilig das Handtuch wirft) mich umzuorientieren. Ich weiß, Lehrjahre sind keine Herrenjahre aber irgendwie ging ich immer mit gesenktem Kopf zu meiner damaligen Betriebsstätte als auch zur Berufsschule.

Das Ganze Prozedere war sehr von stark aufkommenden Gefühle geprägt und ich war verzweifelt, traurig und enttäuscht. Mein Traum, Fahrzeuge zu Reparieren und zu Warten, war für das Erste zerplatzt. Scheinbar ließen sich meine Wunschvorstellungen und Erwartungen an dieses Umfeld, zumindest dort, wo ich gelernt habe, nicht in Einklang bringen. Ich hatte mir das so vorgestellt, dass, gerade in einer Branche, wo überwiegend Männer arbeiten, gemeinsam an einem Strang gezogen wird und im Sinne des Kunden agiert wird. Sich gegenseitig geholfen und man respektiert wird, egal ob Azubi, Geselle oder Meister. Aber scheinbar war ich auch hier wieder etwas zu sensibel und der raue Umgang oder wie man es nannte: „hart aber herzlich“ war für mich eher hart als herzlich.

Besinnung und Umorientierung

Nachdem ich wieder zu mir fand und mit der Erkenntnis, dass man manchmal im Leben Dinge probieren muss um herauszufinden, was man auch gar nicht machen möchte, begann ich mich, mit Hilfe meiner Eltern, umzuorientieren. Etwas, was mich immer an meiner Schulzeit gestört hatte, war, dass man außer den wenigen Praktikas, kaum Einblick in die Berufswelt und die Möglichkeiten bekommen hat (zumindest zu meiner Zeit). Da ich mich ebenso für Computertechnik interessierte und schon etwas „gefährliches Halbwissen“ über Webseiten und Programmieren ansammeln konnte, bewarb ich mich als Industriekaufmann mit dem Schwerpunkt für die IT-Fachrichtung in einem Industrieunternehmen. Ein ganz starker Gegensatz zu der vorherigen, körperlichen Arbeit – ich weiß, aber immerhin eine neue Möglichkeit. Wenn ich einen Computer installieren und bedienen kann, schaffe ich ja so auch etwas – mehr oder weniger – mit meinen Händen ;). Ich absolvierte meine Ausbildung als Industriekaufmann und es entwickelte sich aus mir ein kleiner, junger „Account Manager“. Es ging nicht ganz in meine ursprünglich angedachte Fachrichtung, aber dennoch etwas, was mich forderte und interessierte. Heutzutage wird Vieles, besonders Berufsbezeichnungen „verenglischt“, damit es einfach nach mehr klingt. So sagte man zu meiner Zeit einfach „Hausmeister“ zu dem Mann, welcher für die Reparatur und Instandhaltung von Gebäuden und Grundstücken verantwortlich war. Heute nennt es sich „Facility Manager“ – scheinbar wird der Rasen nicht mehr gemäht sondern gemanagt ;). Manchmal können diese Phrasen ja auch ganz nützlich sein. Englisch ist für mich eine sehr runde und schöne Sprache, aber gerade ältere Generationen, welche es vielleicht nicht so in der Schule gelernt haben, verbinden z.B. neumodische Berufsbezeichnungen wie „Influencer“ wahrscheinlich am ehesten noch mit einer Viruskrankheit. Ach und Schweife auch gerne mal etwas ab, wenn mir was in den Sinn kommt. Das merkt man bestimmt fast gar nicht, oder? 😉

Kommen wir zurück zu meiner kaufmännischen Ausbildung…

Am Ende war ich nichts Anderes als ein „frisch ausgelernter“ Verkäufer im Industriesegment, der besonders im Bereich der Beratung und Lösungen finden für spezifische Kundenanfragen, seine Stärke entwickelte. Juchu! Endlich mal eine Stärke, da es Schule ja scheinbar nicht so war. So zog ich – frisch von der Ausbildung – in den Außendienst und war auf einmal „Regionalleiter“ für ein ganzes Bundesland. Einfacher ausgedrückt, ich hatte die Verantwortung für einen Teil von Deutschland von dem ich eigentlich nicht einmal den blassesten Schimmer hatte. Das Gefühl der Wertschätzung, mir so eine wichtige Rolle direkt nach der Ausbildung anzubieten, war zwar absolut unbeschreiblich, allerdings nicht so ganz das, was ich mir vorgestellt habe – wieder einmal. Ich wollte zunächst in „seichteren Gewässern“ meine Erfahrung sammeln, viele weitere Dinge lernen und allmählich an zunehmenden Aufgaben und Verantwortung wachsen. Dennoch war der Reiz des relativ Unbekannten und natürlich auch die Möglichkeit die Karriereleiter zu besteigen, zwei absolute Potenzialentfalter für einen Anfang 20-jährigen, jungen mit Ehrgeiz erfüllten Mann. Außerdem war ich dankbar, dass mir eine Übernahme nach Ausbildung angeboten wurde, was heutzutage auch nicht mehr selbstverständlich ist. Es gibt da dieses Sprichwort: „Manchmal muss man erst rennen, bevor laufen kann“, für mich wäre es hinterher betrachtet, andersherum besser gewesen, denke ich. Aber von so etwas „kaltem Wasser“ ließ ich mich nicht abschrecken, denn, die Sterne waren scheinbar zum Greifen nah…

Hochmut kommt vor dem Fall

So zog ich also los, mit meinem Dienstauto, und bereiste verschiedene Städte und Ortschaften um Kunden über Produkte zu beraten und Vorschläge zu präsentieren, natürlich auch mit der Absicht etwas zu verkaufen. Ich merkte schnell, dass es nicht so einfach war, gerade etwas „länger eingesessene“ Händler, vom „frischen Wind“ zu überzeugen und mit neuen Ideen zu begeistern. Dazu gab es scheinbar auch noch eine etwas nicht so charmante Vergangenheit, welche tief in dieser Region verankert war. Das Ganze war etwas mühselig und auch viele Absagen waren hier an der Tagesordnung. Es war so als würde man versuchen aus verbrannter Erde wieder fruchtbaren Mutterboden zu gewinnen – keine unlösbare Aufgabe, aber für Jemand so frisch Ausgelerntes eine ganz schöne Anfangshürde. Aller Anfang ist ja bekanntlich schwer, also versuchte ich mein Bestes um auch den an mich gestellten Anforderungen gerecht zu werden, oder sie nach Möglichkeit sogar zu übertreffen.

Es war eine teuflische Mischung gepaart aus Ehrgeiz, Perfektionismus, Eifer, Ideendrang und ca. 2.000 Kilometern wöchentlich mit fast täglicher Übernachtung in einem fremden Hotelbett. Dazu „Essen“ zwischen einem und dem nächsten Kundentermin. Ich war jung, gut belastbar und hätte mir zu diesem Zeitpunkt nicht in meinen schlimmsten Alpträumen ausmalen können, welches „Unheil“ mich erwartete. Der Druck stieg also und auch die Anforderungen an die Verkaufszahlen. Was auch immer die Philosophie des Unternehmens war, ich war bemüht den Anforderungen gerecht zu werden um zu beweisen, was ich glaubte, drauf zu haben. Natürlich hatte ich auch meine Zweifel bei gewissen Ansichtspunkten, doch Unerfahren wie ich zu diesem Zeitpunkt war, habe ich mir dann auf der anderen Seite gesagt, irgendwie scheint das Unternehmen ja so zu funktionieren und erfolgreich zu sein, dann wird das schon Alles seine Richtigkeit haben. Ganz schön kurzfristig gedacht von mir, so im Nachgang betrachtet, doch zu diesem Zeitpunkt der absoluter Mittelpunkt meines Denkens und Handelns. Ich arbeite also mit voller Kraft und habe versucht die teilweise unmöglichsten Forderungen zu erfüllen. Irgendwann stieg ich dahinter, dass das Erfüllen nicht klappt und auch gar nicht klappen kann. In mir machten sich nach und nach unschöne Gefühle breit und nahmen mehr und mehr Raum in mir ein. Dauerstress und Angstschweiß waren an der Tagesordnung. Diese verspürten körperlichen Warnsignale habe ich guten Gewissens gänzlich ignoriert. Ich mein, ich war jung und wollte doch erfolgreich sein und vor allem, dem Chef und mir etwas beweisen und meinen Beitrag im Berufsleben leisten nach der vorherigen Bruchlandung. Irgendwann kam der Punkt und das schneller als ich mir vorstellen konnte, da ließen sich gewisse körperliche und seelische Reaktionen auf Stress nicht mehr einfach so beiseite schieben. Der Angstschweiß verdichtete sich und ich war überhaupt nicht mehr wirklich in der Lage Gesprächen zu folgen oder meinen Job anforderungsgerecht auszuführen. Ich möchte an dieser Stelle einmal unterstreichen, dass Reaktionen auf Stress und äußere Einflüsse von Mensch zu Mensch sehr verschieden sind. Manche Menschen haben ein „dickes Fell“, schütteln sich und laufen dann weiter. Wiederum andere Menschen – so wie ich – sind sehr sensibel, anfällig und nehmen sich viele Dinge mehr zu Herzen. Letztere Gruppe ist oftmals anfälliger, schneller überfordert zu sein und neigt dazu geistig „auszubrennen“. Geschuldet besonderer Fürsorge, Pflichtbewusstsein, dem „Helfersyndrom“ und vor allem sich alles aufbürden was geht und nicht einmal „NEIN“ sagen können. Selbst mit 40 Grad Fieber oder Beinbruch versuchte ich meiner „Pflicht“ nachzukommen. Natürlich muss man nicht wegen jedem „Wehwehchen“ gleich zum Arzt rennen, dennoch unterschätzt man gerne einmal, wie viel Ruhe unser Organismus eigentlich braucht, gerade wenn er angeschlagen ist. Ich denke Du weißt was ich meine…

An dieser Stelle kannst Du dich selbst einmal fragen, wozu du gehörst? Nimmst Du deine Arbeit mit nach Hause und kommst auch manchmal Nachts nicht zur Ruhe vor lauter Gedankenkreisen und Sorgen für Morgen? Schon in Gedanken die nächste ToDo-Liste erstellt und genau geplant was Du alles noch erledigen musst? Oder arbeitest Du exakt deine Stunden ab und gehst dann tiefenentspannt nach Hause ohne einen Gedanken mehr an all die möglichen Aufreger und Probleme zu verschwenden?

Nehmen wir wieder Kurs auf meine Story auf…

Es ist doch nichts…

Dennoch hielt ich die Fassade „es ist alles in Ordnung “ noch eine Weile aufrecht. Am Ende war es nichts als Augenwischerei, da ich zu dem Zeitpunkt schon unter starken Depersonalisations- und Derealisationsgefühlen sowie einer ständigen Reizüberflutung und Schlafstörungen gelitten habe. Eine Veränderung im Schlafverhalten ist oftmals der erste wichtige Warnhinweis, dass gerade etwas für uns nicht „in Ordnung“ ist. Ich fühlte mich leer und ausgebrannt. Für Alle, die nicht wissen, was diese Gefühle bedeuten, hier eine kurze metaphorische Erklärung: Angenommen Du hast eine Nacht durchgemacht und gehst dann am Folgeabend mit den Besten Kumpels oder Kumpelinen ordentlich einen Heben mit lauter Musik, ausreichend alkoholischer Getränke und hoher Besucherdichte auf der Tanzfläche. Wenn Du dann am nächsten Morgen aufwacht, dann gibt es – mal abgesehen vom Kopf, der nicht mehr durch die Tür passt – einige seltsame Gefühle, als ständest Du total neben dir, alles kommt dir vor wie in einem Film, fühlt sich unecht an. Die Wahrnehmung wirkt verändert und Du fühlst dich taumelig und weltenfremd (zumindest, wenn du wirklich viel Alkohol konsumiert hast). Im Normalfall schwinden diese Gefühle mit zunehmend sinkenden Blutalkoholspiegel, einer ausreichenden Ausruh- und Erholungsphase und der Zunahme einer festen Mahlzeit nach einem gewissen Zeitraum wieder von alleine. In meinem Fall und auch bei den meisten Menschen, die an psychischen Erkrankungen wie z.B. Angststörungen oder Panikstörungen leiden, bleiben diese seltsamen Gefühle sowie noch einiges mehr haften, obwohl sie weder Alkohol noch eine durchzechte Nacht hinter sich haben. Aus den zunehmenden Ängsten wurden also die ersten Panikanfälle. Zu dem Zeitpunkt meiner ersten Panikattacke dachte ich mein Leben wäre zu Ende. Die dort aufkommenden Symptomatiken in ihrem ganzen facettenreichtum sind – wenn man es nicht kennt – unbeschreiblich beängstigend, ein Gefühl von „auf der Stelle Sterben“.

Von nun an ging es bergab / Der Anfang des Teufelskreises

Ich möchte an dieser Stelle auf weitere Details von psychischen Diagnosewörtern wie Depressionen, Angst- und Panikstörungen, Agoraphobie und Weitere verzichten. Psyche oder Pschychosomatik waren mir zu dem Zeitpunkt Fremdbegriffe so wie in meiner Kindheit Steuererklärung und Nebenkosten. Ich war ja auch immer noch der Ansicht, ich bin jung, vielleicht habe ich nur mal etwas Falsches gegessen, das geht schon wieder weg. Genau das Gegenteil war der Fall. Es wurde immer schlimmer und an Außendienst oder Arbeit war nicht mehr zu denken. So nahm der Teufelskreis seinen Lauf… was jetzt kommt, in das können sich besonders Menschen mit ähnlichen „seelischen Werdegängen“ gut hineinversetzen. Ich hatte also – milde formuliert – vor allem unschöne körperliche Erscheinungen, die ich so nicht von mir kannte. Starker Schwindel, Kloß im Hals, Atemnot, Hitzewallungen und Schüttelfrost, Taubheits- und Engegefühlen in Brust- und Herzgegend sowie Ohnmachtsgefühle trieben meine Angst voran, todsterbenskrank zu sein. Entspannung oder Schlaf waren zu diesem Zeitpunkt absolut undenkbar. Stattdessen habe ich lieber im Internet nach Symptomen gegooglt (Nichts, was ich in solch einer Phase weiterempfehlen kann) und mir dann ausgemalt, was ich denn alles habe. Bis hin zur bisher noch nicht erforschten und scheinbar nur bei mir nicht auffindbaren Herz- und Koronarerkrankung, war alles dabei. Ich fiel immer tiefer in ein Loch hinein und der Traum von der Karriereleiter war auf einmal zerplatzt. Wieder war ich gescheitert für diesen Moment. Heute kann ich sagen Moment, in den akuten Phasen neigt man gerne dazu gegenwärtige Zustände zu „verabsolutisieren“ und sieht keinen Lichtblick mehr am Horizont. Einfacher ausgedrückt, gab es bei mir weder Grau noch Weiß. Es gab nur noch Schwarz und das nicht nur für einen Zeitabschnitt sondern auch für die Zukunft.
Ich musste mir irgendwie helfen lassen und so begann also die „Reise“ von einem Facharzt zum nächsten…

Wieso finden die Ärzte nichts?

In Fachkreisen und weil ich gerne noch ein paar Beispiele wie oben benennen möchte, wo Begriffe verenglischt werden, damit sie nach „mehr“ klingen, nennt man dies „Ärztehopping“. Ich wurde also von Kopf bis Fuß untersucht, war bei Allgemeinmedizinern, Hals-Nasen-Ohrenärzten, Internisten, Zahnärzten, Chirurgen, Physiotherapeuten und Alternativmedizinern. Dort wurden zahlreiche Tests und Untersuchungen durchgeführt, von Magen-Darmspiegelung über EKG und Herzultraschall bis zum MRT und weiß der Kuckuck was noch alles. Mir wurde in diesem Zeitraum gefühlt mehr Blut zu Diagnosezwecken entnommen als bei einem Blutspendemarathon. Außer einem erhöhten Cholesterinwert und einem überreizt-entzündeten Magen wurde aber nicht wirklich etwas brauchbares Organisches gefunden. Ich lernte meine dunkelsten Stunden kennen und fühlte mich alleine gelassen, da Niemand in der Lage war, herauszufinden was nicht mit mir stimmt. Zorn und Wut vor allem auf die Ärzte und deren von mir vorgeworfene Unfähigkeit herauszufinden was ich denn habe, trieben meine Verzweiflung und Ängste immer weiter voran. Schließlich hatte ich doch diese unnormalen Empfindungen, da muss doch irgendwas in meinem Körper sein. Mir ging es von Tag zu Tag schlechter, ich verlor enorm Gewicht, da mir stets und ständig übel war und ich auf nichts mehr Appetit hatte. Wohlgemerkt war ich zuvor ein absoluter Genussmensch, was leckeres Essen betraf. Dann noch diese eindringlichen Körpersymptome machten einen normalen Tagesablauf unmöglich und meine Lebensqualität war kleiner gleich null. Zu dem Zeitpunkt habe ich an „das Schlimmste“ gedacht um mich von allem zu befreien, da ich keinen anderen Ausweg mehr gesehen habe. So gab es scheinbar nur noch eine Hoffnung, die Letzte Chance, wenn keine organischen Ursachen für all diese Symptome auffindbar waren: eine Einweisung in eine Nervenklinik. Wenn Du unten bist, denkst Du immer es geht nicht tiefer, doch für mich, ging es irgendwie, immer und immer tiefer…

Jetzt fragst Du dich bestimmt nach dem „Happy End“ zu dieser Story, oder?

Ich möchte dir natürlich diesen riesigen Lernprozess, über ein an sich „völlig normales“ Verhalten, des Körpers und Geists im Zustand des Dauerstress nicht vorenthalten. Vor allem nicht die Mittel die zu einer Verbesserung meiner bis dato für mich ausweglos erscheinenden Situation mit Anfang 20 geführt haben. Aber schauen wir zunächst auf die:

Diagnose und Behandlungsmethoden

Ich kam also in ein „Zentrum für seelische Gesundheit“, nach meiner Ankunft wollte ich dort keine 10 Minuten bleiben. Ich mein, es war zwar nicht so (zumindest dort wo ich gewesen bin), wie man es aus den schlechten Horror-Psychiatriefilmen kennt, aber für mich die Hölle auf Erden. Ich möchte an dieser Stelle auf detailliertere Ausschmückungen der dort vorherrschenden Bedingungen, dem Therapieprogramm, den Umgang mit Patienten und ärztliche Fachkompetenz verzichten. Aber es war absolut grauenhaft! Es mag mit Sicherheit von Klinik zu Klinik unterschiedlich zugehen, doch wenn man sich mal so unter „Patienten“ austauscht, berichten doch viele über ähnliche, teilweise Menschen verachtende, Verhältnisse.

Was wurde also dort mit mir gemacht: Ich bekam Einzel,- als auch Gruppentherapie, „Medikamente“ und ich nannte es immer „Bespaßungsprogramm“ für jung und alt – wobei mir zu diesem Zeitpunkt zu allem zu Mute war, nur nicht zum Scherzen. So viele Nächte mit wenig bis kein Schlaf mit häufigen Aufschrecken, Körpersymptome, seltsame Gedanken und sonstige „überirdische Erscheinungen“ waren schlimmer als „harte jugendliche Alkoholabstürze“ oder der Konsum von Bremsenreiniger. Nicht, dass ich je Bremsenreiniger probiert hätte, aber das hätte bestimmt auch einen unschönen Effekt mit seltsamen Auswirkungen.

Das „Paradoxon der Genesung“ / Ein viel zu weites Feld

Zu Beginn der Therapie und auch mit den, wie die Ärzte es nennen, „Gehhilfen“ (Medikamenten) verschlimmerte sich alles noch mehr und mehr. Ärzte nennen dies, dass „Paradoxon der Genesung“ – bis Heute ziemlicher Quacksalber, wenn ihr mich fragt. Klar trägt die Umgebungsveränderung und das Entfernen vom gewohnten privaten Umfeld vorerst nicht zur Besserung des Zustands bei, aber mal ehrlich, Medikamente, die gegen Depressionen oder Angst helfen sollen und als häufige Nebenwirkung Depressionen, Angst oder Verschlechterung der gegenwärtigen Symptomatik hervorrufen können, erschienen doch etwas seltsam, oder?. Da aber andere Patienten, die eine ähnliche Diagnose bekamen auch diese Medikamente eingenommen haben, vielleicht auch, weil sie den Ärzten vertrauten und sich eine Erleichterung erhofften, habe ich, ahnungslos wie ich war, einfach das gemacht und eingenommen, was mir empfohlen wurde. Für mich stellte sich das nach längerer Einnahme (und auch währenddessen) als absolutes Tröpfchen, welches das überlaufene Fass noch mehr zum überlaufen gebracht haben, dar. Ich habe diese „Biochemie“ – wie es die Ärzte nennen – da schwillt mir schon die Hose, beim aufschreiben dieses Begriffs – absolut nicht vertragen. Für mich schließt sich Bio, was ich mit natürlich gleichsetze und chemisch, was einfach nur synthetisch unnatürlich ist, für diesen Verhalt absolut aus. Jede erdenkliche Nebenwirkung und auch jene, die nicht im Beipackzettel stand, fand bei mir ihren Platz. Das muss nicht bei jedem so sein und Andere berichten auch positiv darüber, doch ich war ein kleines Sensibelchen mit einem sowieso überreizten Magen und desolaten Allgemeinzustand, dass auch nach längerer „Einstellphase“ keine wirkliche Besserung eingetreten ist. Immer wieder wurde die Medikation umgestellt, ich fühlte mich ein bisschen wie ein Versuchskaninchen. Gleichzeitig stellte ich mir aber auch die Frage: Wieso werden Medikamente verabreicht, wenn gar nicht so genau klar ist, wie sie eigentlich Wirken? Bzw. die Annahme, dass psychische Krankheiten wie z.B. Depressionen immer mit dem Mangel an Serotonin (dem Glückshormon) einhergehen. Ich habe im späteren Verlauf, nach meinem zweiten Klinikaufenthalt, mal eine umfassende Auswertung von Botenstoffen, Vitaminen, Hormonen und Stoffen im Körper in einem Labor machen lassen. Zu diesem Zeitpunkt war ich absolut medikamentenfrei. Zuvor hatte ich eine Minidosis „Schlafpsychopharmaka“ und selbst diese Kleinstdosen, die gerne vom Arzt bei Schlafstörungen verschrieben werden, sind ganz schöne Hammer. Generell habe ich mich weitestgehend gegen diese Psychopharmaka und auch diese, wie ich es empfand, teilweise abartigen Dosierempfehlungen der Ärzte verwehrt. Bei meiner Botenstoff-Laboranalyse kam also interessanterweise heraus, das die Glückshormonwerte (zumindest in der Blutkonzentration) in einem völlig normalen Bereich angesiedelt waren. Klar, könnten wir jetzt philosophieren, wie hoch die eigentliche Konzentration im Gehirn ist und das es Schwankungen nach Tageszeiten und Abweichungen in der Messung geben kann. Aber ich denke schon, dass es (so auch die Meinung des Botenstoffanalysten) zu 80-90% aussagekräftig ist. Das Thema könnte ich jetzt hier endlos ausdehnen, doch was ich sagen möchte ist, dass z.B. auch die schwereren psychiatrischen Erkrankungen wie Schizophrenie, Wahn oder Bipolarität großteils auf Hypothesen, bekannteste ist die Dopaminhypothese und somit schlussendlich auf reinen Vermutungen beruhen. Die Gehirnchemie ist also, um es mit Effi Briests Worten zu beschreiben: „ein viel zu weites Feld“.

Wiesenlandschaft mit Bergen und Wolken
Wiesenlandschaft mit Bergen und Wolken – Bereitgestellt von @Stefan Niemöckl Photography

Kleine Schritte bergauf

Das war ein Teil der Geschichte, aber so richtig gut ging es mir leider auch in dieser Klinik trotz der angewandten Behandlungsmethoden nicht. Natürlich muss ich sagen, dass es eine gewisse Linderung mancher Symptome gegeben hat und nach einer langen Zeit Schlaflosigkeit, konnte ich irgendwann mit Hilfe der „K.O. Pillen“ wieder schlafen. Das hat sich zwar mehr wie eine „Narkose“ als wie ein natürlicher Schlaf angefühlt. Dennoch war ich dankbar diesen untragbaren Zustand zumindest für diesen Moment bis zur nächsten Panikattacke einmal verlassen zu dürfen. Wichtig ist auch, dass man versucht und ich weiß, das ist oftmals unmöglich, motiviert zu bleiben und sich bewusst zu machen, dass so ein „düsterer Abschnitt“ nur ein Abschnitt im Leben ist. Es ändert sich alles stets und ständig oder mit anderen Worten: „Das einzig Beständige ist die Veränderung“.

Was wirklich hilfreich war

Kommen wir nun mal zu den Dingen, die ich meine, mir wirklich geholfen zu haben:

1. Lernen über Ängste und Depressionen oder deine Erkrankung

Hier ist ein wenig vorsichtig geboten, gerade wenn man, so wie ich, zu hypochondrische Zügen neigt. Kurze Erklärung, für all jene, die nicht wissen, was ein Hypochonder ist. Ein Hypochonder ist jemand der sich krankhaft einbildet wirklich schwer krank zu sein, ohne einen medizinischen Beweis, dass es wirklich so ist. Dadurch kann man sich durchaus „unschöne Dinge“ ankonditionieren, die der Genesung nicht zuträglich sind. Also nicht zu tief nach den Symptomen forschen und was es noch sein könnte, sonst landet ihr bei „Enge in der Brust“ immer wieder unweigerlich beim Herzinfarkt. Beschäftigt euch mit der Funktionsweise von Angst, Flucht und dem Kreislauf dahinter. Fragt euch, ob es momentan irgendwelche besonderen stressbehafteten oder kritischen Momente gibt. Lasst euch natürlich gründlich durchchecken um organische Ursachen weitestgehend ausschließen zu können. Macht euch vor allem bewusst, dass es völlig menschlich und normal ist, auch einmal nicht „funktionieren zu können“. Diese Warnsignale des Körpers haben oftmals auch eine Schutzfunktion um euch zeigen, dass etwas gerade schief läuft.

2. Bedenke die Wahrscheinlichkeit

Wie wahrscheinlich ist es, wenn jemand ohne bekannte Vorerkrankung und Risikofaktoren wie z.B. Übergewicht, erbliche Komponente oder ungesunde Lebensweise im jungen Alter von 22 Jahren einen spontanen Herzinfarkt oder Schlaganfall erleidet? Das spricht jetzt speziell Menschen mit erhöhten Ängsten um die eigene körperliche Gesundheit an. Es ist natürlich nicht unmöglich, aber wenn die EKG-Befunde und Herzuntersuchungen unauffällig waren, doch relativ unwahrscheinlich. So ist es generell unwahrscheinlich bis in die Mitte der Dreißiger bei nicht bekannter Vorerkrankung. Unwahrscheinlich aber möglich! Daher bitte immer genau abprüfen lassen (wird sowieso immer in der Notaufnahme gemacht – ich spreche da aus Erfahrung, da ich dort in der Anfangszeit Stammgast war), wenn ihr Atemnot, Herzstechen und/oder Beklemmungen sowie Taubheit und/oder Schwindel zum Ersten mal verspürt und dort beschreibt.

3. Erlerne ein Entspannungsverfahren und übe täglich

Hier ist etwas Selbstmotivation gefragt, da z.B. PMR nach Jacobson oder Meditationen sowie auch autogenes Training nicht dazu angelegt sind, kurzfristige Besserung zu bewirken, wenn man es zuvor zumindest noch nie praktiziert hat. Da bei angespannten Menschen oftmals auch die Muskulatur ein völliger „Steinklotz“ ist, habe ich PMR als besonders angenehm empfunden. Anfangs ist es sehr schwer sich darauf einzulassen, weil man ja immer mit der Erwartung herangeht, dass sich gleich etwas positiv verändern muss. Dies ist oftmals nicht der Fall und auch sind diese Übungen nicht jedermanns Sache. Aber je mehr man sich darauf einlassen kann und das für einen selbst geeignete Verfahren findet umso mehr kann es für Entlastung sorgen. Wichtig ist: Nichts zu erwarten! Es geht nicht darum irgendetwas wegzumachen was man partout nicht möchte. Durch Annahme, kann es von selbst gehen. Auch für diejenigen, welche sich gerade nicht in einer „Depression“ oder ähnlichen befinden, ist das regelmäßige Praktizieren umso wirksamer, weil man dadurch im Vorfeld erlernen kann, mit Stressmomenten besser umzugehen und gelassener zu bleiben.

4. Eine Überdosis Sport und Bewegung bis der Arzt kommt

Womit wir wieder bei dem Thema wären ;). Gerade Menschen mit seelischen Störungen (besonders Angsthasen) „schonen“ sich oftmals zu sehr, da der Körper sich ja so schon völlig ausgelaugt und kraftlos anfühlt. Hier ist es meiner Meinung nach wichtig zu zeigen, dass trotz der völligen Abgeschlagenheit und dem Gefühl „Am Ende zu sein“, man sich mit Bewegung versucht ein bisschen Freiheit im Kopf zu schaffen. Beim Sport wird Anspannung erzeugt, die dann später in eine Entspannung (auch wenn sie anfangs sehr klein und kaum spürbar ist) zwangsläufig mündet. Das ist ein uraltes Prinzip, da der Körper nicht in der Lage ist, den Zustand der vollkommenen Anspannung oder Panik unbegrenzt aufrecht zu erhalten. Irgendwann setzt eine Linderung oder zumindest eine Veränderung ein. Es müssen keine „24/7 Hardcore Trainingseinheiten“ in schwitzigen Fitnessstudios sein, ein ausgedehnter Spaziergang oder zügiges Walking reichen vorerst vollkommen aus. Ich habe natürlich damals übertrieben viel Sport gemacht, weil ich, auch wenn ich es nicht direkt spüren konnte, da sich ja alles wie taub angefühlt hat, davon überzeugt war, dass Sport und Fitness der Ausweg aus meiner Misere sind.

5. Sei geduldig und mitgefühlvoll mit dir selbst

Der wohl mit Abstand schwierigste Part, welcher jedoch einen großen Anteil zum positiven Gemütszustand beiträgt. In dem Moment, wo alles mies ist und nur noch Schwarz getragen wird, bis es etwas Dunkleres gibt. Alles Hoffnungslos, Trist und Grau wie an einem verregneten Novembertag wirkt obwohl es gerade Hochsommerzeit ist, dann ist dies der perfekte Zeitpunkt um sich in Geduld zu üben. Es heißt ja immer: „Geduld ist eine Tugend“ – also eine erstrebenswerte Eigenschaft, da sie die Mitte zwischen zwei Extremen bildet. Während dieser Zeit, in der Du oftmals nicht so funktionieren kannst, wie Du es vielleicht von dir kennst oder möchtest, bist Du vor allem besonders gut darin bist, zu vergleichen, was jetzt nicht mehr so geht oder nicht mehr so ist, wie es einmal war. Da dieses dir, außer noch mehr Antipathie dir selbst gegenüber, gar nichts bringt, solltest Du versuchen dir innerlich zu sagen: „Das ist jetzt einmal so und es ist okay“. Natürlich wird dein innerer Kritiker sich zu Wort melden, da er es gar nicht gerne hat, wenn Du etwas annimmst was er nicht mag oder auch möchte. Aber andernfalls bringt dir die „Schimpfen auf Gott und die Welt – Haltung“ gar nichts für etwas, was Du nicht von Heute auf Morgen kurzfristig ändern kannst. Natürlich sollst Du auch mal schimpfen, wütend und traurig sein. Das ist absolut menschlich! Aber versuche es doch mal mit Mitgefühl und Verständnis dir selbst gegenüber als Alternative.

6. Lächle in einer Situation wo dir nicht zum Lachen zu Mute ist

Jetzt denkst Du mit Sicherheit: „Der Typ hat doch vollkommen den Verstand verloren!“, „Was ist denn los mit dem?“ – Vielleicht habe ich das ja, wer weiß? Aber es ist wissenschaftlich erwiesen, dass, selbst wenn Du gerade keine Freude empfindest, mit einem einfach hochziehen deiner Mundwinkel deinem Gehirn sagst, dich auf Freude einzustellen. Diese einfache Geste stimuliert die Ausschüttung gewisser Botenstoffe – die sogenannten Glückshormone. Es mag etwas gekünstelt aussehen auf den ersten Blick und wenn du das vor dem Spiegel machst, schaffst Du es vielleicht über deinen verbissenen Blick zu lachen. Dadurch Wiederum kann dann später das künstliche Lächeln in ein etwas natürlicheres Lächeln übergehen. Hier ist etwas Übung und Geduld gefragt. Falls Du auch gerade zu Besuch in einem Krankenhaus oder einer Nervenheilanstalt bist, wobei hier oftmals die Betonung mehr auf „Anstalt“ als auf „Nervenheilung“ liegt, dann probier doch einmal Folgendes aus: (Achtung! Du brauchst etwas Gehrinschmalz dazu, dass ist nicht jedermanns Sache und für den Anfang nicht zwingend geeignet) Eine lustige Studie im Kopf über Ärzte, Psychologen und Krankenschwestern.

Was meine ich damit?

Oftmals ist dies ein völlig bunter Haufen verschiedener Gesinnungen und Menschenklassen, die versuchen sich miteinander zu arrangieren und dabei eher selten einer Meinung sind, da jeder es etwas anders gelernt hat. Ich besonders fand immer die Theorien zur Medikation sehr spannend und dem Arzt etwas auf den Zahn gefühlt, hat er (leider) oftmals gar keinen so richtigen Schimmer von dem was er da verordnen will – „ein viel zu weites Feld“ eben. Der Psychologe hingegen ist meist überzeugt, dass Gespräche und Verhaltensänderungen den wesentlichen Teil zur Genesung beitragen, der Arzt jedoch wird (meist) behaupten, dass es nur an den „prima Medikamenten“ liegt. Jeder erzählt also was er gelernt hat und das Fazit ist, keiner weiß so richtig, was dir überhaupt helfen kann. In der Physiologie, also bei z.B. organischen Krankheiten ist es – zumindest für bestimmte Bereiche – wesentlich einfacher. Angenommen du brichst dir ein Bein, beim stolpern oder bist umgeknickt. Ein Röntgenbild oder MRT gibt dann Aufschluss darüber wie die Fraktur verläuft. Du bekommst etwas gegen die Schmerzen, einen Gips und dann gegebenenfalls später Physiotherapie verordnet. Dann braucht das Ganze etwas Zeit, sagen wir 6-9 Monate oder länger bis es wieder verheilt ist. Das Beispiel ist jetzt grob vereinfacht und in der Praxis wird das nicht immer so laufen. Aber somit ist es leichter kalkulierbar, die medizinischen Ansätze sind konkret und Diagnose ist meist eindeutig.

Bei der Psyche ist es genau das Gegenteil, ab wann ist etwas krankhaft? Oder gehört es einfach nur zu meinem Wesen mal etwas aufgedreht und überschwänglich zu sein? Ist es dann gleich eine Manie (vereinfachte Erklärung: manische Menschen laufen zu Hochstimmungen auf und reduzieren auf Grund ihres gesteigerten Antriebs oftmals die Schlafzeit erheblich – die ersten beiden Gefühlszustände bilden den Gegenpol zur Depression, hier fühlt man sich meistens antriebslos, gedrückt und niedergeschlagen) oder andere Störung? Egal was, der Arzt wird schon etwas „psychopathologisches“ in seinem Lehrbuch finden um seine Behandlungsmethoden anzusetzen. Schließlich bist Du ja ein Patient und da sollte bestmöglich für dich gesorgt werden. Ich hoffe Du verstehst den Sarkasmus und die Ironie der letzten Zeilen. Zugegeben ist es etwas makaber über so eine Schere zwischen diesen Experten zu lächeln, es geht ja um deine Gesundheit und Wohlbefinden, aber hey, wenn studierte Leute nicht wirklich wissen oder wissen können, wie unser Gehirn arbeitet, dir aber jeder eine „eierlegende Wollmilchsau“ als Lösung verkaufen möchte, dann ist das schon sehr amüsant und traurig zugleich. Natürlich möchte ich Ärzte nicht verurteilen für ihre tägliche Arbeit und den Versuch zu helfen. Aber es gibt einfach andere Verfahren, die auch wissenschaftlich mit Studien hinterlegt sind wie z.B. MBSR, vor denen sich, aus sich mir nicht erschließbaren Gründen, sich verschlossen wird. Denn am Ende, reden Ärzte in dieser Sparte – krass gesagt aus meiner Sicht – wie der Blinde von der Farbe. Das aber mit einer Überzeugung, was ich absolut witzig fand. Bestes Beispiel, ein Arzt wollte mir einmal einreden, dass meine Nasennebenhöhlenentzündung von meiner Angsterkrankung kommt, obwohl ich damit öfters (schon seit der Kindheit) immer wieder zu kämpfen habe – eine psychosomatische Sinusitis sozusagen :D. Er war ganz fest davon überzeugt und selbst als der Befund von einem fachkundigen Hals-Nasen-Ohrenarzt das Gegenteil aufgezeigt hatte, wisch er nicht von seiner Meinung ab. Aber naja, Ärzte sind ja auch nur Menschen und Irren ist menschlich 😉 Bitte nicht falsch verstehen oder als „Contra-Pharma“ und sicherlich kann ich hier auch nur für mich sprechen, aber es gibt mehr als die konservative Schulmedizin, mit welcher auch auf schonenderenden Weg gute Besserungen erzielt werden können.

Nützliche Ratgeber

Solltest Du dich vielleicht auch gerade am „Rande des Abgrunds“ befinden, möchte ich dich ermutigen die Hoffnung nicht aufzugeben – Denke immer daran: Jeder gute Tag geht vorbei, aber auch jeder Schlechte! Wenn Du die oben beschriebenen Hinweise beherzigt hast, habe ich hier noch eine kleine Auswahl an hilfreicher Lektüre zusammengestellt, welche mir ein wenig Trost in einer trostlosen Zeit gespendet haben:

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Ein Wort zum Schluss

Es gibt viele gute Gründe, in einer fast schon ausweglos scheinenden Lage, den Kopf nicht in den Sand zu stecken. Oftmals braucht es einen sehr langen Atem und eine Menge Zeit um sich wieder einigermaßen zurecht zu finden. Ich hoffe, meine Geschichte konnte dich dazu inspirieren, weiterzumachen in dem Umfang, in dem es dir momentan möglich ist. Das Leben spielt oftmals nach seinen ganz Eigenen Regeln und nur über die wenigsten Dinge haben wir wirklich die Kontrolle.

Zum Abschluss hier noch ein kleine Metapher: Stell dir nun einmal bildlich vor, Du wärst die Oberfläche eines riesigen Ozeans und es würde Sturm und Regen einhergehen. Die Oberfläche dieses Ozeans wird hart getroffen von all diesen Dingen die auf sie einprasseln, weil man nicht genau vorherbestimmen werden kann, wann mit Niederschlag und Unwetter zu rechnen ist. Und selbst wenn? Was würde es Nützen? Man könnte das Unwetter nicht aufhalten – höhere Gewalt – eben. Die Tropfen prallen auf die Oberfläche und sinken dann in die Tiefe. All diese „Tropfen“ kannst Du dir als die täglichen Einflüsse in deinem Leben vorstellen. Vor allem immer dann, wenn etwas nicht nach deiner Vorstellung läuft wie z.B. dein bester Freund kommt zu spät zur Verabredung, der Chef ist schlecht gelaunt und lässt es an dir aus, die Kinder schreien, toben und machen etwas kaputt, was Du dir erst vor kurzem gekauft hast. Ganz egal was Du an dieser Stelle einsetzt, was dir missfällt und ich bin mir sicher, dir fallen jetzt schon einige Dinge mehr ein, als die eben genannten. Stelle dir also genau vor, wie diese Tropfen deine Oberfläche „verletzen“. Wie fühlst Du dich dabei? Getroffen? Unwohl? Jetzt stelle dir doch einmal vor, Du bist nicht nur die Oberfläche des Ozeans sondern der Ozean selbst, mit seiner Tiefe und Stille unterhalb der Oberfläche. Alles was oberflächlich auf dich niederrauscht, all diese Stürme und Gewitter, berühren deine Innere Tiefe und Stille nicht im Geringsten. Du nimmst das Unwetter zwar bewusst wahr aber das war es auch schon. Es ändert nichts an deiner ruhigen und gelassenen Haltung. Du bist jetzt also nicht mehr nur eine Oberfläche, eine äußere Hülle sondern die Tiefe und Stille des Ozeans selbst. Wie fühlt sich das an? Stelle es dir einmal vor deinem inneren Auge vor. Diese Ruhe kommt (fast) ausschließlich von innen, aus dir selbst und nicht aus den äußeren Umständen, diese sind oft wie sie sind – so unvorhersehbar und wechselhaft wie das Wetter. Du kannst lernen, wie Du zum „Ozean“ wirst, wenn Du bereit bist, dich darauf einzulassen. Wie genau das funktioniert, zeige ich dir in meinen Achtsamkeitsübungen.

Roter Himmel mit Schiff und Bergen
Seenlandschaft mit Boot und Bergen – Bereitgestellt von @Stefan Niemöckl Photography

Bleib menschlich,
Dein Daniel